Briefgold war im Olympiastadion, als das erste Tor von Kerstin Garefrekes fiel. Die Spielerinnen verteidigen den Titel, die Saison beginnt wie erwartet. Und das Viertelfinale steht an. In den Umkleidekabinen wird der Schmuck abgelegt; werden die Ladys immer nervöser. Es geht bald los, das Spiel gegen Japan. Alle wissen, dass es kein Leichtes sein wird, sich gegen die Asiatinnen zu behaupten. Und dann die entscheidenden Minuten, und der Traum platze. Deutschland wird dieses Jahr nicht in die Endrunde kommen und auch nicht den Goldenen Pokal erhalten, der den Sieg bezeugt. Viele der deutschen Frauen hatten sich mit Schwarz-Rot-Gold behängt und sehr an die Mädels geglaubt –und das tun sie immer noch.
So kurz vor dem Ziel des Goldpokals
Nach dem traurigen Ende der Männermannschaft in der WM wollten die Frauen das Image des Landes wieder herstellen. Sie trainierten viel, und die Spannung stieg. Überall in den Straßen hingen große Werbeplakate aus: Jungs, wir rächen euch! Selbst in den golden verpackten Hanutas fand man die Spielerinnen der Nationalmannschaft auf den Stickern, die zum Sammeln bestimmt waren.
Erfolg in der Wirtschaft
Die WM war für die Fußballerinnen vielleicht ein Misserfolg, aber für Deutschland gar nicht mal so übel. Die Wirtschaft wurde angekurbelt. Die vielen Besucher und Besucherinnen aus dem Ausland besuchten Hotels und feierten. Insgesamt wurden 782.000 Eintrittskarten verkauft. Aus dem Erlös fließen nicht nur Steuergelder an den Staat und stützen die Goldreserven, sondern Stadien werden ausgebaut und verbessert und auch kleinere Vereine des Frauen- und Mädchenfußballs werden unterstützt und mitfinanziert.
