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Das Ende der Romantik

Mittwoch, 23. Juni 2010

Stellen Sie sich einmal vor, mit welchem Aufwand es verbunden ist, ein einziges Goldnugget zu Tage zu fördern. Solche Funde bedürfen viel Zeit, Geduld und harte Arbeit. Diese harte Arbeit wird noch immer tagtäglich von Menschen durchgeführt und bedeutet hohe körperliche Anstrengung und Schädigung. Doch nicht nur die Arbeit an als solche hinterlässt Folgen. Auch die Chemikalien, die zur Herauslösung des Goldes aus Gestein verwendet werden, führen zur Umweltverschmutzung und Schädigung von Mensch, Tier und Natur. Doch es gibt eine vernünftige Alternative. Das mit Briefgold eingeschickte Gold muss natürlich nicht mehr gewonnen werden, sondern wird lediglich eingeschmolzen, von Verunreinigungen befreit und anschließend in Form gegossen – zu Barren aus Feingold. Dabei ist keine Gefährdung von Menschen, Flora oder Fauna von Nöten. Beim Tragen eines ursprünglich von Briefgold raffinierten Goldstücks kann man guten Gewissens sein. Doch leider ist der Bedarf an Gold noch immer nicht gedeckt, dass trotzdem Tag ein Tag aus Menschen ihr Leben in Gefahr bringen müssen, um das goldene Edelmetall zu Tage zu fördern. Die Goldgräber-Romantik längst vergangener Tage ist eben nicht mehr aktuell.